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Bering Titanium 11939-229 Testbericht – puristische Schönheit mit roten Augen

Ästhetik kennt viele unterschiedliche Formen und Ausdrücke. Die Herrenuhr Bering Titanium 11939-229 mit Quarzuhrwerk und Milanaise-Armband ist eine schwarze Schönheit, die mit zwei rot schimmernden Totalisatoren auch für die notwendige Alltagstauglichkeit sorgt. Was sich hinter der „Lady in black“ verbirgt, erfährst du in meinem exklusiven Bericht zur Titanuhr* vom dänischen Hersteller.

Zwei rote Augen, die mich anfunkeln – die Bering Titanium 11939-229 gehört nach eigenen Angaben des Uhrenlabels Bering zu den beliebtesten Produkten der Dänen aus Aabenraa in Syddanmark unweit von Flensburg.

Ob diese Uhr auch mich überzeugen kann, verrate ich in diesem Testbericht.

Auf der Suche nach einer „neuen“ Armbanduhr habe ich meine Kriterien dieses Mal klar definiert: Das neue Zeiteisen soll flach und schlicht sein, einen hohen Tragekomfort vorweisen und eine Datumsanzeige besitzen.

Bei meiner Recherche erinnere ich mich daran, dass mir die Modelle der dänischen Manufaktur Bering bei meinem letzten Besuch im Hamburger Bering Concept Store in der Europa Passage sehr gut gefielen. Dieser Eindruck bestätigt sich auch dieses Mal. Bering verbindet das, was mir wichtig ist: Ein simples, ja schon fast puristisches Design sowie moderne Materialien (in diesem Falle Titan, bei anderen Bering Uhren Keramik).

Durch diese Verbindung entstehen flache Uhren, die nicht protzig wirken wollen. Bering setzt bewusst auf klassiches Understatement und Funktionalität.

Meine Wahl fällt schließlich auf das Modell Bering Titanium 11939-229. Mir gefallen die roten Stilelemente der Titanuhr. Die „roten Augen“ in der Mitte des Zifferblatts fungieren als Datums- (rechtes Funktionsauge) und Wochentagsanzeige (linkes Funktionsauge). Die Ziffern auf dem äußeren Ring werden durch die rote Farbe fein akzentuiert. Dazu aber später mehr.

Hochwertig und einzigartig: Die Verpackung der Bering Titanium 11939-229

Die schwarze Perle kommt in gänzlich weißer Verpackung! Ein dünnwandiger weißer Karton mit dem dunkelgrauen Schriftzug BERING umschließt einen gläsernen zylindrischen Körper, dessen Öffnung mit einem Plastikdeckel sicher verschlossen wird. Mein Blick fällt auf die innenliegenden Flächen des weißen Kartons: Ein Bild der Beringstraße schmückt den Quader.

Den schwarzen Plastikdeckel kann ich ohne weiteres entfernen, sodass ich im Inneren des Glases die eingerollte Garantie- und Bedienungsanleitung und einen weißen Stoffbeutel entdecken kann. Die Schleife des Beutels ist schnell geöffnet. Auf einem schwarzen Kissen ruht die Bering Titanium 11939-229*. Zwischen Krone und Gehäuse ist ein kleiner Plastikring zu finden, der das unbeabsichtigte Eindrücken der Krone beim Transport verhindern sollte. Das hat offensichtlich funktioniert, denn noch bewegen sich die Zeiger keinen Millimeter. So soll es auch sein, schließlich möchte ich nicht gleich die Batterie des Quarzuhrwerks tauschen müssen.

Nachdem ich den Druckverschluss mit Sicherheitsbügel des Milanaise-Armbands gelöst habe, kann ich die Uhr vom Kissen nehmen. Der erste Eindruck bestätigt meine Annahme: Schwarz und Rot vertragen sich hervorragend und bilden einen angenehmen Kontrast.

Als nächstes entferne ich noch den Plastikring und drücke die Krone ein, sodass sich die Zeiger sanft in Bewegung versetzen.

Die Bering Titanium 11939-229 wird in einem weißen Karton geliefert, in dessen Inneren ein gläserner Zylinder die Armbanduhr vor Stößen schützt.
Die Uhr ruht auf einem Stoffkissen, welches in einem weißen Beutel mit BERING Aufdruck verwahrt wird. Im Lieferumfang befindet sich außerdem die Garantie- und Bedienungsanleitung.

Federleicht und ultradünn – die Haptik der Bering Titanium 11939-229 überzeugt

Stell dir vor, du spürtest die Uhr gar nicht, die du gerade um dein Handgelenk gelegt haben. Das ist das „Bering-Feeling“. Natürlich kommt das nicht ganz unerwartet, denn Titan ist ein äußerst leichtes Material, das zu den Übergangsmetallen gehört. Als solches ist es äußerst dehnbar, hitze- und korrosionsbeständig und eignet sich bestens für die Produktion von Hochleistungsuhren.

Das hochwertige mattierte Gehäuse misst lediglich 8 Millimeter in der Höhe und 39 Millimeter im Durchmesser und ist damit superflach und angenehm zu tragen. Somit bringt die Armbanduhr* mit schwarzem Titangehäuse und schwarzem Milanaise-Armband aus Edelstahl lediglich 68 Gramm auf die Waage.

In der Seitenansicht sind die Details des Zifferblatts sehr gut zu erkennen.
Das Milanaise-Armband ist mit dem Gehäuse fest verschraubt.

Die Ansätze des 22 Millimeter breiten Armbands sind mit den flach angewinkelten oberen und unteren Gehäusekanten sicher verschraubt, sodass das Milanaise-Armband für den notwendigen Halt am Handgelenk sorgen kann. Fixiert wird das feingliedrige Armband mittels einstellbarem Schlitten. Dieser kann mit Hilfe eines kleinen Schraubendrehers geöffnet werden. Das ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig und erfordert ein paar Handgriffe, bis dass man die richtige Einstellung gefunden hat. Ist der Schlitten wieder eingerastet, kann man die schicke Bering Titanium 11939-229 ums Handgelenk legen und sicher verschließen.

Auf dem Gehäuseboden entdecke ich das feine Relief der Beringstraße aus der Vogelperspektive nebst der Angabe zur Wasserdichtigkeit (5 ATM), der Modelnummer und dem Hinweis „Sapphire Crystal“. Letzteres bedeutet, dass das Uhrenglas aus Saphir besteht.

Verschlossen wird es mit Druckverschluss und Sicherheitsbügel
Anschließend ist es gesichert und öffnet sich nicht von selbst.

Eine elegante Herrenuhr mit multifunktionalem Zifferblatt inklusive Wochentags- und Datumsanzeige

Durch das besagte, kratzfeste Saphirglas erhält man einen klaren Blick auf das schwarze Zifferblatt mit silbernen Leuchtzeigern der Bering Titanium 11939-229. Der äußere Ring besteht aus weißen Ziffern mit roter Umrandung zur Anzeige der vollen Stunden. Auf Indizes für die Minutenanzeige ist gänzlich verzichtet worden, was das Ablesen der Uhrzeit zwar etwas erschwert, aber die reduzierte Designsprache unterstützt.

Ein konzentrischer schmaler Ring in silberner Farbe begrenzt die äußere Stundenanzeige zur Mitte hin und stellt damit einen interessanten Kontrast dar.

Der mittlere Bereich des Zifferblatts wird durch die beiden Totalisatoren auf der 3-Uhr-Position und der 9-Uhr-Position dominiert. Die roten Funktionsaugen bestehen aus einer Vielzahl konzentrischer Ringe, die ich erst in den Makroaufnahmen erkennen konnte.

Auf dem linken Totalisator werden die Wochentage angezeigt, die mit silberner Farbe und englischen Abkürzungen aufgetragen wurden. Der zugehörige silberne Zeiger gibt Aufschluss über den aktuellen Wochentag und kann mittels Krone eingestellt werden. Hierbei muss die Krone ganz herausgezogen werden (bis zum zweiten Klick). Dann kann die Krone im Uhrzeigersinn gedreht werden. Dabei kannst du die Uhrzeit und letztlich auch den Wochentag einstellen.

Das rechte Funktionsauge ist die Datumsanzeige und besteht aus silbernen Ziffern von 1 bis 31, bei denen die geraden Ziffern als Punkte dargestellt werden. Auch diese Anzeige kann durch das Herausziehen der Krone eingestellt werden. Dazu muss die Krone in die mittlere Position herausgezogen werden. Anschließen kann das Datum entgegen dem Uhrzeigersinn eingestellt werden.

Abgerundet wird das elegante, wenngleich schlichte Design der Bering 11939-229* mit den entsprechenden silbernen Schriftzügen oberhalb und unterhalb der beschriebenen Totalisatoren.

Das Zifferblatt ist das optische Highlight der Herrenuhr: Zwei rote Totalisatoren stehen im Zentrum und bilden die Wochentags- und Datumsanzeige ab.
Das linke Funktionsauge bei der 9-Uhr-Position zeigt den aktuellen Wochentag.
Der rechte Totalisator bildet das Datum ab.

Bering Titanium 11939-229 – das Quarzuhrwerk Miyota 6P25

Im niedrigen Preissegment der Armbanduhren begegnen mir häufig Quarz- und Automatikuhrwerke von Citizen/Miyota. Bering stellt dabei keine Ausnahme dar, denn die flache Herrenuhr wird durch ein Quarzuhrwerk Miyota 6P25 angetrieben. Die Ganggenauigkeit liegt hierbei bei +/- 20 Sekunden pro Monat und ist für mich damit noch im akzeptablen Bereich.

Sowohl die Uhrzeit als auch die Komplikationen des Uhrwerks (Wochentags- und Datumsanzeige) werden über die Krone eingestellt. Zieht man diese bis zum ersten Klick hinaus, kann man das Datum entgegen dem Uhrzeigersinn einstellen. Die Einstellung von Uhrzeit und Wochentag erfolgt, indem man die Krone bis zum zweiten Klick hinauszieht und anschließend mit dem Uhrzeigersinn dreht. Dabei ist folgendes zu beachten: Die Wochentagsanzeige wechselt den Tag zwischen 0:00 Uhr und 5:30 Uhr morgens.

Ferner möchte ich noch folgendes anmerken: Die Datumsanzeige bildet alle 31 Ziffern ab. Dies bedeutet, dass die Datumsanzeige nach allen Monaten, die weniger als 31 Tage haben (Februar, April, Juni, September und November) neu eingestellt werden muss. Du musst also darauf achten, dass du am 01. März, 01. Mai, 01. Juli, 01. Oktober und 01. Dezember die Datumsanzeige vorstellst.

Sobald du sämtliche Funktionen eingestellt hast, musst du die Krone wieder in die Ausgangsstellung bringen, damit die Wasserdichtigkeit weiterhin gewährleistet ist.

ProduktdetailsUhrwerk
MarkeMiyota
Kaliber6P25
Frequenz32,768 Hz
Durchmesser10 ½ Linien (Ø 23,3 mm)
Batterielebensdauer36 Monate
BatterieSR621SW oder entsprechende Produkte
Höhe3,45 mm
Ganggenauigkeit+/- 20 Sekunden pro Monat
FunktionenWochentags- und Datumsanzeige

Fazit zur Bering Titanium 11939-229: Black beauty mit Farbe!

Ein angenehmes Tragegefühl ist für mich das Wichtigste bei einer Armbanduhr. Die Haptik ist entscheidend. Dieses Kriterium erfüllt die Bering 11939-229 dank eines mattierten Titangehäuses und Edelstahlarmbands. Sie verkörpert für mich die Leichtigkeit des Seins, da ich diese Uhr kaum am Handgelenk bemerke. Sie ist weder eine überfrachtete noch eine besonders maskuline Armbanduhr, die durch üppige Formen überzeugen möchte. Die Herrenuhr ist eine stille Begleiterin, die – wenn überhaupt – durch die roten Akzente etwas Aufmerksam auf sich zieht.

Die reduzierte Optik bildet eine perfekte Symbiose mit den technischen Funktionen, die im Alltag ihre Daseinsberechtigung bestätigen.

Ein Kritikpunkt für mich ist die Einstellung des Schlittens für das Milanaise-Armband. Die Nutzung eines Schraubendrehers (selbst wenn dieser nur klein ist) wirkt etwas grobschlächtig bei einem so sensiblen Produkt. Hier könnte und sollte der dänische Hersteller nachlegen und ein neues System entwickeln, welches die Einstellung erleichtert.

Außerdem empfinde ich das manuelle Einstellen der Datumsanzeige nach den Monaten, die weniger als 31 Tage haben, als etwas lästig. Vielleicht gewöhne ich mich noch daran.

Ein schönes Gimmick ist der stabile Glaszylinder, in welchem die Bering Titanium 11939-229 verschickt wird und welcher gemäß Bering Garantie- und Bedienungsanleitung als Blumenvase, Kerzenständer oder Aufbewahrungsglas dienen kann. Das vermittelt Nachhaltigkeit, ein innovatives Produktmanagement und erfreut mich!

Ziehe ich darüber hinaus in Betracht, dass ich eine 3-jährige Garantie mit dem Kauf erhalten habe, die Bering Titanium 11939-229 bis zu 5 ATM (5 bar oder 50 Meter) wasserdicht ist und ich damit im täglichen Gebrauch mit dieser Armbanduhr duschen und baden kann, bin ich mit meiner Kaufentscheidung zufrieden.

Aus diesen Gründen kann ich ein positives Fazit zum Testbericht der Bering Titanium 11939-229 ziehen und gehe davon aus, dass mich diese elegante Herrenuhr* fortan begleiten wird.

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Bist du auf den Geschmack gekommen?

Schauen dir die Bering 11939-229 im Shop an!*

Weiterführende Links und Angaben

Über den Autor

David Morawietz

David ist Autor bei luxusuhren-test.de und berichtet exklusiv von seinen Uhren-Erlebnissen.

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