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Das Gesicht der Wirtschaftswunderzeit am Armgelenk: Junghans Meister Kalender

Sie möchten gern ein Stück Deutsche Designgeschichte und die Institution aus Jahrzehnten des Uhrmacherhandwerks, die ikonische Marke Junghans, am Arm tragen? Sie sind bereit, für eine erlesene Neuauflage des stilbildenden Symbols arrivierten Wohlstands aus der frühen Bundesrepublik etwas auszugeben? Dann sollten Sie sich näher mit der Junghans Meister Kalender befassen.  Bildnachweis: Alex Lehner / Lizenz: CC2.0

Designgeschichte verewigt in Präzision und Technik. Das Prädikat „Meister“ trägt die Junghans Kalender zurecht. Selbst die Extravaganz wurde bravourös verarbeitet.

Die Kollektion ‚Meister‘ ist schon sehr lange im Umlauf, länger als so manche andere Uhrenmarke alt ist, nämlich seit 1936. Da war das Unternehmen dahinter allerdings schon 75 Jahre am Ticken. Neben der ‚Meister‘ bietet das Haus Junghans die ‚Ehrhard Junghans‘, die ‚Max Bill by Junghans‘ und die Kollektion ‚Performance‘ an.

Unter den Begriffen fächert sich das Programm weiter auf, so ist die Junghans Meister Kalender eine Unterserie zur ‚Meister‘, während andere unter den Beinamen Pilot, Telemeter, Driver, Agenda und Chronoscope laufen.

Alles, was Sie über drei ausgesuchte Modelle der Junghans Meister Kalender* mit ihrer auffälligen Mondphasenanzeige wissen sollten, lesen Sie in den folgenden Beschreibungen.

Kalenderreform innerhalb der Junghans Meister Serie mit der Junghans Meister Kalender

Was ist nun der gemeinsame Nenner für ‚Meister‘ Uhren? Junghans führt seinen Stardesigner Anton Ziegler an, der über Jahrzehnte das Design des Hauses prägte.

An seinen Schöpfungen aus den Dreißiger bis Sechziger Jahren werden ‚Meister‘ Modelle weiterhin retrospektiv angelehnt.

Die Junghans Meister Kalender bildet darunter ein Segment, welches als Charakteristikum eine dominante Datumsanzeige samt Mondphasen aufweist, wie in den Beschreibungen zu den einzelnen Uhrmodellen noch herausgearbeitet wird.

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Ordnung ist das halbe Stillleben unter der Glaskuppel: Die Junghans Meister Kalender 027/4200.00

Glasklar aufgeräumt, bis in den Wortsinn des fast randlosen Zifferblattes unter einer alles überspannenden Plexiglaskuppel, kommt die erste Junghans Meister Kalender daher. Hier als Modell Junghans Meister Kalender 027/4200.00 ist sie mit braunem Pferdelederarmband und edelstählernem Gehäuse ausgestattet. Von letzterem bekommen Sie wahrhaftig kaum etwas zu sehen, von oben betrachtet, außer einem dünnen Einfassring und den Stegen, die das Armband halten. Das Gehäuse ist keinesfalls wasserdicht mit seinen 3 Bar; mit diesem Wert möchten Sie die wertvolle Uhr lediglich Regen und Wasserspritzern einer Handwäsche aussetzen, nicht mehr.

Für das Anton Ziegler Design aus der Mitte des letzten Jahrhunderts sind weite, aufgeräumte Zifferblätter mit minimalistischer Anmutung unter (weitgehendem) Verzicht auf Zahlen typisch. Freilich hebt auf der Junghans Meister Kalender die opulent hineingesetzte Mondphasenanzeige als Totalisator auf 6-Uhr-Position den minimalistischen Eindruck größtenteils wieder auf. Der Durchmesser des Totalisators erstreckt sich dabei von der Zeigerachse bis in die Indices hinein, sodass der 6-Uhr-Strich etwas an Länge opfern musste. Der Balken für die Zwölf ist an Bedeutung durch seine Verbreiterung hervorgehoben, und abgestuft kann man eine Verbreiterung auch an den üblicherweise hervorgehobenen Stundenstrichen für Drei, Sechs und Neun feststellen. Die restlichen Stunden werden hauchdünn und die jeweils vier Minutenstriche dazwischen fast auf Punkte am Außenrand reduziert – eine klare Hierarchie.

  • Junghans Meister Kalender Herrenuhr 027/4200.00

Opulente Tradition – Junghans Kalender 027/4200.00.
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Patriot in Landesfarben: Junghans Meister Kalender 027/7504.00 schwarz + rot-gold

In dieser Variante 027/7504.00 setzen Farbwechsel auf allen Materialien der Junghans Meister Kalender ein. So wird das braune Lederarmband zu einem schwarzen, das silberfarbene Zifferblatt wird zu matt-anthrazit, während Gehäuse, Krone, Zeiger und die Hauptindices für Drei, Sechs, Neun und Zwölf mit einer rotgoldenen PVD-Beschichtung auf dem Edelstahl umgestaltet werden. Einzig die rechteckig zugeschnittenen Sichtfenster auf Wochentagkürzel und Monatsnamen zeigen weiterhin schwarze Schrift auf hellem Grund. Minutenzeiger und Stundenzeiger sind wieder langgestreckte schmale Keilspitzen, die auf der anderen Seite der Achse sich auch wieder verjüngen. Der Sekundenzeiger ist eine dünne Nadel, die auf der Gegenseite zum Ende hin zu einer kantigen Pfeilspitze verdickt, während die Anzeigeseite einfach dünn ausläuft und bis über die rudimentären Minutenstriche reicht. Der stilbildende und namensgebende Totalisator auf der Junghans Meister Kalender mit seiner Mondphasenanzeige in der oberen Hälfte seines Kreisrunds ist in schwarz unauffälliger.

Verglichen jedenfalls mit ihrer Entsprechung mit schwarzen Datumszahlen und blauer Nachthimmelanzeige auf der Junghans mit silbrigem Zifferblatt, wie zuvor vorgestellt. Auf der schwarzen Junghans Meister Kalender 027/7504.00 sorgen allein der rot-vergoldete Zeiger und die rot-vergoldeten Symbole auf der Drehscheibe für Aufsehen, die Datumszahlen entlang des Außenrings heben sich vor dem anthrazitfarbenen Hintergrund wenig ab.

Rot-Gold in edlem Kontrast – Junghans Kalender 027/7504.00.
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Ohne Leder, in Stahl und in einer neuen Farbkombination – Junghans Meister Kalender 027/4505.44

Komplett anders als die Schwestermodelle ist die Ausfertigung 027/4505.44 aus der Junghans Meister Kalender Familie anzuschauen, und zwar gleich in mehrfacher Hinsicht abweichend. Schon das Gliederarmband aus Edelstahl verändert die Wirkung ganz erheblich und rückt sie ein Stück weit weg von der Vintage Thematik.

Das etwas gewölbte und am Rand abfallende Zifferblatt unter dem Sicralan-beschichteten Plexi-Hartglas geht ein neues Experiment ein, diesmal mit schiefergrauem Hintergrund und edelstählernen Indices und Zeigern. Der Nachthimmel auf der Drehscheibe des Mondphasen- und Datumstotalisators auf 6-Uhr-Position ist hier aber nicht schwarz wie auf der Junghans Meister Kalender 027/7504.00, sondern dunkelblau wie auf der anfangs beschriebenen 027/4200.00.

Die Symbole auf dieser Mondphasenscheibe heben sich in silberfarbenem Auftrag vom stilisierten Nachthimmel ab. Beide Hauptzeiger sind mit Leuchtmittel belegt, die Skala aber nicht. Auf der Rückseite kann der verschraubte Sichtboden eingesehen werden, um den Rotor in Aktion zu erleben. Die etwas mehr als 40 mm für den Gehäusedurchmesser sind für eine Herrenuhr nicht allzu viel an Querschnitt. An Bauhöhe auf dem Arm sind 12 mm zu erwarten.

Moderne, klassisch inspiriert – Junghans Kalender 027/4504.44.
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Was in Modellen der Junghans Meister Kalender materialtechnisch zu erwarten ist

Der Herzschlag einer Junghans Meister Kalender wird gemessen mit dem Automatikwerk J800.3. Das ist die interne Junghans Bezeichnung für ein ETA 2824-2 Kaliber mit einem Dubois Depraz 9310 Modul darüber, für die Mondphasen-Datumsfunktion. Es zieht schön durch den Glasboden sichtbar mit dem Rotor beidseitig umlaufend auf, die Handbewegungen nutzend, und ist auf 25 Steinen gelagert.

Voll aufgezogen sollte man 38 Stunden ohne Nachladen durchmessen können. In der mittleren von drei Fertigungs-Qualitätsstufen bietet dieses ETA Kaliber nach Werksangaben, ohne zu J800.3 modifiziert zu sein, plus/minus sieben Sekunden Abweichung am Tag. Man sollte dazu wissen, dass zwischen 20 Uhr und 2 Uhr nachts keine Datumskorrektur vorgenommen werden sollte, damit der Schaltmechanismus nicht beschädigt wird. Was die anderen Bauteile angeht, so kommt Edelstahl mit und ohne diverse PVD-Beschichtungen zum Einsatz.

Handelt es sich um ein Lederarmband, kann es vom Alligator oder Pferd stammen, geschlossen mit Dornschließe und mit einer Breite von 21 mm. Plexi-Hartglas ist das Material, aus welchem die weite Glasglocke über dem Zifferblatt gefertigt wird – die Beschichtung mit Sicralan soll dem einen Härtegrad hinzufügen.

Deluxe-Feeling im unprätentiösen Gewand

Die weit gesteckten Spielarten der Junghans Meister Kalender in Material und Farben gehen locker mit den Grenzen der klassischen Uhrendesigns um. Darum dürften viele Geschmäcker den Weg zur Meister Kalender finden, wenn sie sich nur bereitfinden, sich mit dem Preis anzufreunden. Eine Uhr des preisgünstigen Marktsegments ist das nun wirklich nicht.

Belohnt wird man dafür mit einem mehr als eigensinnigen Design, wenn auch die Funktionen überschaubar bleiben. Die Anordnung von zwei dreidimensional verschmälerten Datumsfenstern auf 2-Uhr- und 10-Uhr-Position gepaart mit einer großen Mondphase ist wohl wirklich einzigartig zu nennen. Das Uhrwerk darinnen ist als eines der verlässlichsten Arbeitspferde unter den Automatiken bekannt und geschätzt, wird darum auch gern verbaut.

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Mehr Präzision und Extravaganz?

Hier anschauen: Junghans Chronoscope

Bildnachweis: Klaus Nahr / Lizenz: CC2.0

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Seit Oktober 2014 beschäftigen wir uns eingehend mit dem, was wir am liebsten mögen: Armbanduhren.Aus einem Blog über Luxusuhren wurde ein schnell wachsendes Informationsportal rund um Armbanduhren aller Hersteller und unterschiedlicher Preisklassen.

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