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Uhrenmarke Askania aus Berlin sucht Investoren und Investments per Crowdfunding

Die Uhrenmarke Askania sucht aktuell Investments, um weiter wachsen zu können. Investoren können auf der Crwodfunding-Plattform Seedmatch ein Darlehen an die Berliner Manufaktur vergeben, welches mit einer 8%igen Rendite pro Jahr einen nicht zu vernachlässigenden Anreiz bietet. Bildnachweis: InterCityImpress / Lizenz: CC2.0

Firmenwachstum mittels Crowdfunding beschleunigen – Askania zeigt, wie es gehen kann

Ich habe euch zuletzt schon ein paar Crowdfunding Beispiele aus dem Uhren-Universum vorgestellt. Ging es bei den meisten Projekten darum, das notwendige Kapital für den Launch der Marke einzusammeln, so verfolgt die Askania AG mit ihrer Unternehmung ein anderes Ziel.

Mittels Venture Debts zu einem Festzins von 8% p. a. möchte das Unternehmen aktuell 750.000,- Euro bis zum Ende der Crowdfunding Kampagne auf seedmatch.de am 22. Mai einsammeln, um so das Firmenwachstum anzukurbeln. Die Fundingschwelle in Höhe von 100.000,- Euro wurde bereits nach der ersten Stunde überschritten. Nach nur 14 Tagen haben bereits über 280 Investoren eine Summe von über 550.000,- Euro beigesteuert (Stand 10.04.2017).

Ein Blick hinter die Kulissen: Askania im Profil

Askania ist aktuell die einzige Uhrenmanufaktur, die in Berlin beheimatet ist. Dabei ist die Marke erst 2004 durch Leonhard R. Müller aus dem Dornröschenschlaf geweckt worden. Gemeinsam mit der Rathenower Optik GmbH konnte Leonhard R. Müller die Rechte der Uhrenmarke von Siemens erwerben. Die eigene Werkstatt wurde in Berlin-Friedenau gegründet, dem alten Askania-Standort.

Askania AG – Traditionsreiche Manufaktur aus Berlin

Dort baute bereits 1871 Carl Bamberg eine „Manufaktur zur Fertigung von Präzisionsmessgeräten für Marine, Observatorien und wissenschaftliche Forschungen“ (Quelle: watch-wiki.org) auf, aus der im Zusammenschluss mit der Centralwerkstatt Dessau im Jahr 1921 die Aktiengesellschaft Askania Werke AG hervorging.

In der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg arbeiteten rund 20.000 Menschen bei Askania. Das Produktportfolio umfasste hochwertige Pilotenuhren sowie Instrumente für die Luftfahrt und Navigation. Zwischen den 1920er und 1940er Jahren wurden die meisten Flugzeuge mit Bordinstrumenten von Askania ausgerüstet. Der bedeutende Luftfahrtpionier Ehrenfried Günther Freiherr von Hünefeld nutzte Armband- und Borduhren von Askania, als er 1928 mit seinem Flugzeug „Bremen“ den Atlantik überquerte. Ebenso unterstützten die präzisen und zuverlässigen Zeitmesser Elly Beinhorn auf ihren Langstreckenflügen. Filmkameras für die sich zu dieser Zeit etablierende Bewegtbildbranche in Deutschland wurden ebenfalls von Askania produziert.

Im Verlauf des Krieges wurde der Produktionsstandort Opfer der Luftangriffe auf Berlin. Die durch Plünderungen und Demontage geschwächte Marke wurde in der Folge mehrfach verkauft und verschwand letztlich in den 1960er Jahren komplett vom Markt.

Die jüngere Vergangenheit ist von den erfolgreichen Bemühungen von Leonhard R. Müller, Askania als Luxusmarke auf dem Uhrenmarkt zu etablieren, geprägt. Der Unternehmensgründer ist kein Unbekannter in der Uhrenwelt. 20 Jahre lang repräsentierte er Revue Thommen in Deutschland. Seine Tätigkeit bei der Schweizer Marke, die ebenfalls internationale Bekanntheit für ihre Fliegeruhren erlangen konnte, prägte Müller nachhaltig. In ihm wuchs der Wunsch, eine eigene Marke aufbauen zu wollen. Nachdem Revue Thommen Anfang der 2000er in eine wirtschaftliche Schieflage geriet, setzte er seinen Traum um. Heute ist Müller der gewählte Vorstand der Askania AG, die 18 Aktionäre vereint.

Nachfolgend stelle ich euch zwei Bilder der 2016 präsentierten und auf 145 Stück limitierten Quadriga Jahrgangsuhr mit Kaliber Askania 1080-1 Handaufzugswerk vor, damit ihr einen ersten Eindruck von der Optik der edlen Zeitmesser gewinnen könnt.

Liegend
Werk

Bildnachweis Fotos oben: Askania AG

Askania Uhren: Retro-Charme trifft auf Präzision, Zuverlässigkeit und Innovation

Askania knüpft auch im 21. Jahrhundert an die alten Werte des Unternehmens an. Acht Kollektionen umfasst das Sortiment der Berliner Uhrenmanufaktur. Diese lassen sich grob in folgende Gruppen clustern:

  • Mechanische Armbanduhren mit automatischen oder Handaufzugwerken zu Preisen von 1.100,- bis 5.000,- Euro in den Kollektionen Alexander Platz, Bremen, C. Bamberg, Elly Beinhorn, Quadriga, Taifun, Tegel und Tempelhof
  • Quarzuhren zu Preisen von 700,- bis 1.250,- Euro in den Kollektionen Alexander Platz, Elly Beinhorn, Tegel und Tempelhof
  • Taschenuhren für 450,- Euro in der Kollektion Greenmaster
  • Limitierte Reihen, deren Preise bis an die 20.000,- Euro reichen

Erwähnenswert ist allerdings, dass neben Schweizer Uhrwerken von ETA auch in der Vergangenheit chinesische Uhrwerke von Seagull in den Askania Uhrenmodellen ausfindig gemacht werden konnten (siehe dazu: Uhrforum.de und Forums.Watchuseek.com).

Getreu dem eigenen Motto „So tickt Berlin…“ sollen die Uhren dem besonderen Lebensgefühl der deutschen Hauptstadt Ausdruck verleihen. So sind die Askania Uhren mittlerweile nicht nur zum Berlin-Souvenir bei Touristen avanciert, sondern werden auch als Gastgeschenk Staatsgästen und Prominenten von dem aktuell regierenden Bürgermeister Michael Müller überreicht.

Askania Crowdfunding: Was soll mit dem Geld passieren?

Die großen Ambitionen der Marke drücken sich nun in dem Wunsch aus, weiter wachsen zu wollen. Je nach Höhe des Betrags, der am Ende der Kampagne erreicht wird, sollen unterschiedliche Bereiche gestärkt und ausgebaut werden. Hierzu gehören neben dem Vertrieb und verschiedenen Online-Marketing Aktivitäten auch die Einrichtung von Verkaufspunkten in Hamburg und Zürich.

Sollte die Schwelle von 750.000,- Euro erreicht werden, sollen zudem die Verwaltung optimiert und das Portfolio erweitert werden. Bei 1.000.000,- Euro wird ein Flagship Store in Köln eröffnet werden. Sollte dieser Betrag sogar überschritten werden, würde aller Voraussicht nach ein weiterer Verkaufspunkt in Bremen, Münster oder Düsseldorf etabliert werden.

Was versteht man unter einem Venture Debt?

Die Entwicklung des Umsatzes der Askania AG ist mit einem prognostizierten Wachstum von rund 20% im Jahr 2017 positiv. Das operative Ergebnis der AG lag im Jahr 2016 bei rund 10% des Umsatzes und war damit positiv. Für 2017 wird ein noch besseres Ergebnis erwartet. Die Zahlen dazu findet ihr auf der Kampagnen-Seite von Askania bei seedmatch.de.

In dieser Phase möchte Askania nun weiter wachsen und vornehmlich den Vertrieb ankurbeln sowie zwei Flagship Stores in Hamburg und Zürich aufbauen.

Um das notwendige Kapital dafür aufzutreiben, sind Venture Debts über Seedmatch vorgesehen. Dabei handelt es sich um Darlehen, die an bestehende Start-ups vergeben werden. Diese „reiferen“ Start-ups, die bereits mehrere Jahre aktiv auf dem Markt sind, geben dem Risikokapitalgeber, also dem Investor, in der Regel wesentlich höhere Chancen und Sicherheiten. Dies liegt darin begründet, dass die Unternehmen bereits etabliert sind und solide Umsätze vorweisen. Nichtsdestotrotz hat ein Venture Debt auch ein hohes Risiko. Letztlich kann es bei schlechter Geschäftsentwicklung zum Verlust des investierten Kapitals führen. Um dieses Risiko auszugleichen, werden hohe Zinsen gewährt. Im Falle von Askania liegen diese bei 8% pro Jahr.

Im Erfolgsfall ist diese Form des Investments eine gute Möglichkeit, Kapital zu einem festen Zins anzulegen und vom Erfolg der Marke zu profitieren. Die Laufzeit der Festverzinsung erstreckt sich über einen Zeitraum von 4 bis 5 Jahren. Alle weiteren Einzelheiten erfahrt ihr hier.

Wer also Interesse daran hat, eine deutsche Uhrenmarke beim weiteren Wachstum zu unterstützen, dem bietet diese Kampagne eine gute Möglichkeit, dies zu tun. Mit einem Darlehen ab 250,- Euro könnt ihr bereits dabei sein.

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Seedmatch.de ist eine Crowdfunding Plattform, bei der Investoren die Möglichkeit haben, in bereits bestehende Start-ups per Venture Debts zu investieren. Bildnachweis: seedmatch.de

Weitere Links und Angaben

Über den Autor

David MorawietzDavid ist Autor bei luxusuhren-test.de und berichtet exklusiv von seinen Uhren-Erlebnissen.

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