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Werenbach Earth Collection: Echte Raketen-Uhren heben jetzt auf Kickstarter ab!

Es ist soweit: Die Werenbach Earth Collection ist nun auf Kickstarter lanciert und mit ihr wird ein Stück Raumfahrt-Geschichte fortgeschrieben. Wir berichten exklusiv für euch von den spannenden Hintergründe der einzigartigen Raketen-Uhren, die ihresgleichen suchen. Bildnachweis: werenbach.ch

Werenbach Earth Collection auf Kickstarter: Win-Win dank Crowdfunding

Lange haben wir diesen Moment herbeigesehnt. Anfang Februar erreichte uns die Nachricht, dass pünktlich zur Baselworld 2017 die neue Werenbach Earth Collection lanciert und vorgestellt wird. Heute ist es nun soweit. Die zweite Generation der aus Sojus-Raketenmaterial hergestellten Uhren erblickt auf Kickstarter das Licht der Welt. Dieses Mal wählt Werenbach den Weg über das Crowdfunding, um in erster Linie die Raketen-Uhren zu einem günstigen Preis anbieten zu können.

Dank der „Vorfinanzierung“ über das Crowdfunding, eines neuen Fertigungsprozesses und neuem Konstruktionskonzept werden die mechanischen Uhren bereits ab 490 CHF erhältlich sein. Allerdings ist dieses Angebot, das am 31. März 2017 startet, auf zwei Monate befristet.

Alle Backer, die ihre Werenbach Earth auf Kickstarter in diesem Zeitraum erstehen, werden diese zirka fünf Monate nach erfolgreichem Abschluss der Kampagne erhalten. Übrigens: Danach werden die Uhren ungefähr das Doppelte kosten, ließ uns Werenbach wissen.

Die Werenbach Earth Modelle: Abheben mit den Raketen-Uhren

„Kompromissloses Design aus rohem Raketenmaterial. Zu erschwinglichen Preisen. Jede Uhr ein Unikat.“ Eigentlich bringt es die Pressemitteilung von Werenbach schon treffend auf den Punkt. Doch wir wollen die besondere Historie und den Weg des Materials etwas genauer beleuchten.

Das absolute Alleinstellungsmerkmal der fünf Modelle ist ihr Ursprung. Jedes Zifferblatt der fünf markanten Herrenuhren besteht aus einem Stück echter Soyus-Rakete. Für die Earth Collection fiel die Wahl auf das Raketenmaterial der Soyuz MS-02, welche am 19. Oktober 2016 vom kasachischen Baikonur zum Weltraumflug abhob. Mit dabei waren die Astronauten Shane Kimbrough (USA), Andrei Borissenko (RU) und Sergei Ryschikow (RU). Die drei Besatzungsmitglieder des Sojus-Raumschiffs brachen letzten Oktober zur internationalen Raumstation ISS auf, um bis zum 10. April 2017 auf dieser zu verweilen.

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Das eigentliche Material für die Zifferblätter stammt von den Boostern und der Nutz- und Windschutzverkleidung der Sojus-Rakete. Diese beiden Elemente der ersten Raketenstufe werden im Verlaufe des Raumflugs abgesprengt und geben das Sojus-Raumschiff frei. Zunächst werden auf einer Höhe von rund 50 Kilometern die äußeren Booster abgeworfen. Anschließend erfolgt selbiges mit der Schutzverkleidung bei 85 Kilometern Höhe und rund 5.616 km/h. Sicher, allerdings nicht mehr ganz in Form und vom Raumflug deutlich gezeichnet, landen diese Bestandteile der Sojus-Rakete FG in einem Sperrbezirk in der kasachischen Steppe. Dort werden sie von Werenbach geborgen und in die Schweiz transportiert.

Nachdem das Material in der Alpenrepublik aufwändig aufbereitet wurde, wird es für die Fertigung der Zifferblätter genutzt. Die Farbnuancen der Zifferblätter der Earth Modelle ergeben sich aus den verschiedenen Teilen des Raketen-Materials. Ein weißes Zifferblatt deutet so auf das von der Windschutzverkleidung stammende Material hin. Ein graues Design kennzeichnet die Verwendung von Boostermaterial und das knallige Orange stammt von der Verkleidung des Raketenmotors. Schnell wird klar: Hier wird das Design der Uhr von der Rakete vorgegeben und nicht umgekehrt.

Unikat-Status erhalten die Uhren aufgrund der einzigartigen Kennzeichnungen und Verschleißerscheinungen des Zifferblatt-Materials, wie zum Beispiel Kratzer und Abrieb. Denn anders als bei anderen Uhrenmarken setzt Werenbach alles daran, das Ursprüngliche, das Natürliche des Rohstoffes zu erhalten. So sagt Patrick Hohmann:

Bei Werenbach steht nicht die Geschichte der Uhrenmarke im Vordergrund, sondern die Geschichte des Materials. Raumfahrtmaterial, zu dem es sonst keinen Zugang gibt.

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Aus den verschiedenen Einzelteilen werden die unterschiedlich farbigen Zifferblätter gefertigt.

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Nachdem die NASA aktuell keine bemannte Raumfähre startet, werden sämtlich Flüge zur internationalen Raumstation vom Weltraumbahnhof Baikonur durchgeführt. Die Soyus-Rakete liefert das Rohmaterial für die Werenbach Uhren.

Neuheiten und Unterschiede

Anders als bei der im letzten Jahr vorgestellten Atelier-Kollektion werden die Uhrengehäuse dieses Mal nicht aus Weltraummaterialien hergestellt. Ausschließlich das Zifferblatt erinnert daran, dass die Uhr das ist, was die meisten niemals erreichen werden: spaceborn.

Folglich zeigen die Zifferblätt der fünf Modelle verschiedene Details des Weltraumausflugs. Die Modelle 1 und 3 weisen auf dem an das Zifferblatt angrenzende Rehaut die Flugdauer bis zur Abtrennung der dritten Raketenstufe 8:49 MIN und die zugehörige Höhe von 270 KM auf. Hingegen wird auf den Modellen 2, 4 und 5 eine noch differenziertere Gestaltung des Rehauts offensichtlich. Neben der Flugdauer werden die verschiedenen Phasen und Raketenstufen übersichtlich mit zugehörigen Höhen auf der Launch Sequencer Scale dargestellt. Mittels zweiter Krone auf der 2 Uhr Position kann diese Anzeige flexibel positioniert werden. Vielleicht wird die Werenbach Earth so zur Standard-Astronauten-Uhr?

Außerdem zeigt das Zifferblatt auf der 3 Uhr Position ein Datumsfenster sowie das unverwechselbare Werenbach Logo samt Schriftzug SPACEBORN unterhalb der 12 Uhr. Die zentralen Stunden- und Minutenzeiger sind ebenso mit Super Luminova beschichtet wie die Indices auf dem Blatt.

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Das Modell 1 zeigt ein schwarzes Zifferblatt, welches aus Boostermaterial gefertigt wird.

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Modell 2 zeigt sich im silbernen Gewand – ein klarer Hinweis darauf, dass das Material von der Innenseite der Booster stammt.

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Die graue Farbe des Zifferblatts bei Modell 3 kennzeichnet die Herkunft von der Außenseite der Booster.

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Das weiße Zifferblatt von Modell 4 deutet daraufhin, dass hier die Windschutzverkleidung als Rohmaterial diente.

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Modell 5 ist besonders farbenfroh und erstrahlt in einem kräftigen Orange – ein deutlicher Hinweis auf die Verkleidung des Raketenmotors.

Angetrieben wird die edle Armbanduhr mit Weltraum-Anleihen von einem Seiko NE15 Automatikuhrwerk. Dieses japanische Uhrwerk besitzt eine Gangreserve von rund 50 Stunden. Zu den Funktionen gehört neben der bereits erwähnten Datumsanzeige ein Sekundenstoppmechanismus. Gelagert ist das Werk auf 24 Steinen und schlägt bei 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Dank eines Sichtfensters auf dem Gehäuseboden kann man die ganze Pracht des Seiko NE15 Automatikuhrwerks bestaunen. Natürlich dürfen auch hier die Referenzen zur Soyuz Mission MS-02 nicht fehlen.

Als Gehäusematerial dient bei jeder der fünf Uhren Edelstahl, sodass die Werenbach Earth Modelle rund 87 Gramm auf die Waage bringen. 40 Millimeter misst die Raketen-Uhr im Durchmesser bei einer Höhe von rund 14 Millimeter und kann mittels Armband aus gummiertem Leder, Textil oder Kalbsleder bequem ums Handgelenk gelegt werden. Dank der Wasserdichtigkeit von 5 ATM lehrt ihr nach dem Vakuum des Weltraums auch das nasse Element nicht das Fürchten und avanciert damit zur idealen Begleitung für jedes Abenteuer – egal ob irdisch oder außerirdisch.

Wie wir Werenbach kennenlernten

Als wir Patrick Hohmann, den Gründer von Werenbach, 2016 auf der Baselworld kennenlernten, waren wir sofort von seiner Idee überzeugt. Uhren aus Sojus-Raketen. Das klang klasse. Stolz präsentierte uns Patrick seine erste Uhrenreihe. Die Atelier Kollektion war Ausdruck einer besonderen Philosophie. Um es mit seinen Worten zu beschreiben:

Wir wollen den Menschen das Weltall und die Raumfahrt näherbringen. Mit Uhren, die aus geflogenem Raketenmaterial sind, und mit einer Erkenntnis, die aus dem Weltall stammt: Jeder Astronaut, der die Erde vom All aus betrachtet hat, erkennt die Relativität unseres Daseins. Er ist spaceborn. Genauso wie das Material unserer Uhren – und unsere Ideologie.

Der Funken sprang sofort auf uns über. Nur ein Grund hielt uns davon ab, eine der Werenbach Atelier Uhren zu kaufen: Der Preis. Mit rund 5.600 bis 6.950 CHF lagen und liegen die Armbanduhren deutlich über dem, was wir im März 2016 zu investieren bereit gewesen wären.

Nach einer längeren Unterhaltung über die Erforschung des Weltraums, unser beidseitigem Interesse an dem Außerirdischen und die exklusiven Werenbach Raketenmaterialien nahm das Gespräch eine interessante Wendung. Auf einmal unterhielten wir uns über meine Armbanduhr. Zu diesem Zeitpunkt trug ich meine 260 Euro Uhr slow Jo 17, auf deren Boden sich stolz das „Swiss Made“ Prädikat dank Ronda Uhrwerk abzeichnete. Sofort nahm Patrick diesen Gedanken auf und ging vermutlich in seinem Kopf bereits durch, wie er den Preis seiner Werenbach Uhren senken könnte.

Ob dies nun der Ausgangspunkt für die Schaffung der neuen Werenbach Eartch Collection ist, wage ich nicht zu beurteilen. Wenn es so wäre, würde ich mich sehr freuen.

Zum Abschluss unseres Gesprächs und damit auch unseres Besuchs der Baselworld 2016 drückte uns Patrick Hohmann ein Exemplar seines von ihm geschriebenen Romans „Werenbachs Uhr“ in die Hand. Ausführlich und spannend beschreibt er darin von seinen ersten Ideen, den Abenteuern, Schwierigkeiten und Herausforderungen, denen er bei der Umsetzung seines Traumes begegnete.

Nunmehr, ein Jahr später, läutet das jungen Uhren-Unternehmen Werenbach aus Zürich, das in der Innenstadt ein eigenes Atelier besitzt, ein neues Kapitel der Raketen-Uhren ein. Die Uhren sollen weitaus erschwinglicher werden. Doch dazu benötigt Werenbach die Hilfe der Internet-Community bei seiner Kickstarter-Kampagne.

Technische Informationen zur Werenbach Earth Collection

Uhrwerk: Seiko Kaliber NE15; 24 Steine, 28.800 A/h, Gangreserve: 50 Stunden
Funktionen: Stunden, Minuten, Datum bei 3 Uhr, Launch Sequencer Scale; Wasserdicht bis 5 ATM
Gehäuse: Edelstahlgehäuse
Zifferblatt: Zifferblatt aus Raketenmaterial (Booster und Windschutzverkleidung), Zeiger und Indices mit lumineszierender Beschichtung
Armband: Gummiertes Leder-, Textil- oder Kalbslederarmband
Abmessungen: 40 Millimeter x  14 Millimeter

Weiterführende Links und Angaben

Bilder der Werenbach Raketenmaterialien

Von der kasachischen Steppe bis zu den Alpen der Schweiz. Das Material für die Werenbach Earth Collection muss einen weiten Weg zurücklegen, ehe es an seinem Bestimmungsort eintrifft. Eindrucksvoll hat Patrick Hohmann diese Reise in seinem Roman „Werenbachs Uhr“ geschildert. Ein paar Impressionen dieses Abenteuers haben wir nachfolgend für euch zusammengestellt.

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Bildnachweis sämtliche Bilder auf dieser Seite: werenbach.ch

Über den Autor

David Morawietz

David ist Autor bei luxusuhren-test.de und berichtet exklusiv von seinen Uhren-Erlebnissen.

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